Die besten Cloud Speicher 2026 mit Preisen, Speicherplatz, Verschlüsselung und Serverstandort im direkten Vergleich.
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Ein Cloud Speicher hält einen Ordner auf allen euren Geräten synchron und legt gleichzeitig eine Kopie auf einem Server ab. Die 13 Anbieter in unserem Vergleich unterscheiden sich dabei weniger im Speicherplatz als in zwei Punkten: Wer den Schlüssel zu euren Dateien besitzt und was ein Terabyte pro Monat kostet. Wir haben für jeden Anbieter Verschlüsselung, Sync- und Freigabe-Funktionen, unterstützte Plattformen sowie sämtliche Tarife erfasst – insgesamt 182 Tarifvarianten.
Die Sternebewertung wird direkt aus diesen Merkmalen berechnet und nicht redaktionell vergeben. Wie sie zustande kommt, steht weiter unten unter Bewertungskriterien.
MEGA: 20 GB gratis und Zero-Knowledge ab Werk
MEGA verschlüsselt jede Datei bereits auf dem Endgerät und ist damit einer von sechs Anbietern im Vergleich, bei denen die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht optional, sondern Standard ist. Mit 20 GB vergibt der neuseeländische Anbieter außerdem den größten kostenlosen Speicher. Bezahlt wird ab 8,33 € pro Monat für 2 TB, nach oben sind 16 TB möglich – der größte Einzeltarif im Test. Kollaborations-Funktionen wie gemeinsam bearbeitete Dokumente fehlen dagegen komplett.
20 GB kostenloser Speicher mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
20,00 GB
Kostenlos
16 TB
Max. Speicher
Ende-zu-Ende
Verschlüsselung
Neuseeland
Unternehmenssitz
Kostenloser Speicher
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Backup-Funktion
Datei-Versionierung
ab 8,33 €
pro Monat
99,99 € Gesamt
12 Monate
für 2 TB Speicher
zum Anbieter
mehr Details
luckycloud: Deutscher Serverstandort mit Zero-Knowledge
luckycloud ist der einzige Anbieter im Vergleich, der deutschen Serverstandort, standardmäßig aktive Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, ISO 27001 und Team-Funktionen inklusive Dokumentbearbeitung kombiniert. Der Preis dafür ist deutlich: 1 TB kostet ab 32,96 € pro Monat, das ist der höchste Terabyte-Preis im Feld. Wer wenig Speicher, aber maximale Kontrolle braucht, findet hier das rundeste Paket – einen Gratis-Tarif gibt es nicht.
luckycloud wirbt offensiv mit dem Serverstandort Deutschland
Deutscher Anbieter mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ISO 27001
Kein Gratis-Tarif
Kostenlos
10 TB
Max. Speicher
Ende-zu-Ende
Verschlüsselung
Deutschland
Unternehmenssitz
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Datei-Versionierung
Office-Dokumente
Team-Funktionen
ab 0,93 €
pro Monat
22,32 € Gesamt
24 Monate
für 3 GB Speicher
zum Anbieter
mehr Details
pCloud: Der einzige echte Lifetime-Anbieter
pCloud verkauft Speicher wahlweise im Abo oder gegen Einmalzahlung – 500 GB für 199 €, 2 TB für 399 €, 10 TB für 1.190 €. Das ist im Vergleich einzigartig und rechnet sich ab etwa drei bis vier Jahren Nutzung. Der Haken: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung heißt bei pCloud „Crypto“, kostet Aufpreis und ist nicht standardmäßig aktiv. Für 500 GB mit E2E werden aus 199 € einmalig 349 €.
pCloud stellt Abo- und Lifetime-Preise direkt nebeneinander
Sync.com aus Kanada verschlüsselt standardmäßig Ende zu Ende und ist mit 5,00 € pro Monat für 2 TB der günstigste Zero-Knowledge-Anbieter im Vergleich. Die Business-Tarife heben das Speicherlimit ganz auf. Dafür verzichtet Sync.com auf eine Linux-App und auf eine Backup-Funktion für lokale Ordner – synchronisiert wird ausschließlich der Sync-Ordner.
Sync.com listet Team- und Einzelplatz-Tarife getrennt auf
Google Drive und OneDrive: Stark bei Dokumenten, schwach beim Datenschutz
Google Drive und Microsoft OneDrive sind die einzigen beiden Anbieter im Vergleich ganz ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Beide Konzerne können auf die gespeicherten Inhalte zugreifen. Dafür sind sie bei der gemeinsamen Arbeit an Dokumenten konkurrenzlos: Google Drive mit Docs, Sheets und Slides, OneDrive mit Word, Excel und PowerPoint. Google gibt 15 GB gratis, OneDrive liefert in den Microsoft-365-Tariffen 1 TB ab 5,75 € pro Monat inklusive Office mit.
Der Speicher von Google Drive wird über Google One gebucht
Bewertungskriterien: So vergleichen wir
Die Punktzahl auf jeder Anbieterseite wird aus der Datenbank berechnet, nicht per Hand vergeben. Damit ist sie nachvollziehbar und ändert sich automatisch mit, sobald ein Anbieter Funktionen ergänzt oder Preise anpasst. Vier Kriterien fließen ein:
Sicherheit & Datenschutz (35 %)
Das wichtigste Kriterium, und innerhalb davon wiegt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung am schwersten. Entscheidend ist die Frage: Wer besitzt den Schlüssel? Bei Zero-Knowledge-Anbietern werden Dateien vor dem Upload auf eurem Gerät verschlüsselt – der Anbieter speichert nur unlesbaren Chiffretext und kann eure Daten weder auswerten noch auf behördliche Anfrage herausgeben. Zusätzlich bewertet werden Zwei-Faktor-Authentifizierung, Datei-Versionierung, DSGVO-Konformität, ISO 27001 und ISO 27018 sowie veröffentlichte Transparenzberichte.
Sechs Anbieter verschlüsseln standardmäßig Ende zu Ende: Tresorit, MEGA, luckycloud, Sync.com, Proton Drive und Internxt. pCloud und Icedrive bieten E2E an, aber nur optional beziehungsweise gegen Aufpreis. Google Drive und OneDrive bieten sie gar nicht.
Funktionen für Sync, Freigabe und Zusammenarbeit (30 %)
Hier zählt, was der Dienst im Alltag kann: selektive Synchronisierung einzelner Ordner, ein Online-Modus, der Dateien erst beim Öffnen herunterlädt, Backup lokaler Ordner und LAN-Sync für schnelle Übertragung im Heimnetz. Dazu kommen die Freigabe-Optionen – passwortgeschützte Links, Ablaufdaten, Zugriffsstatistiken, Datei-Anfragen – und die Zusammenarbeit im Team über Rollen, Kommentare und Office-Dokumente.
Preis-Leistung (20 %)
Verglichen wird der effektive Monatspreis des günstigsten Tarifs ab 1 TB Speicher. „Effektiv“ heißt: Der Preis wird über 24 Monate gerechnet, damit Jahres-, Monats- und Lifetime-Angebote auf derselben Basis stehen. Die Spanne im Vergleich ist enorm und reicht von 2,75 € bei STRATO HiDrive bis 32,96 € bei luckycloud – für nominell dasselbe Terabyte.
Plattformen (15 %)
Web-Oberfläche, Windows, macOS (Intel und Apple Silicon), Linux, iOS und Android. Sieben von 13 Anbietern decken alles ab. Eine Linux-App fehlt bei Google Drive, OneDrive, Sync.com und Proton Drive.
Cloud Speicher Tabellen im Überblick
Die beiden Tabellen oberhalb dieses Abschnitts stellen alle Anbieter direkt gegenüber – einmal nach Preis und Speicher, einmal nach Verschlüsselung und Zertifizierung. Die folgenden Tabellen greifen zwei Fragen heraus, die uns am häufigsten erreichen.
Kostenloser Cloud Speicher: Wie viel gibt es geschenkt?
Zehn der 13 Anbieter haben einen dauerhaft kostenlosen Tarif. Er eignet sich zum Ausprobieren und für einzelne Dokumente, als Backup-Lösung reicht er nirgends.
Anbieter
Gratis-Speicher
Ende-zu-Ende
Sitz
MEGA
20 GB
Ja, standardmäßig
Neuseeland
Google Drive
15 GB (geteilt mit Gmail und Fotos)
Nein
USA
pCloud
10 GB
Optional, gegen Aufpreis
Schweiz
Icedrive
10 GB
Optional
Großbritannien
Sync.com
5 GB
Ja, standardmäßig
Kanada
Microsoft OneDrive
5 GB
Nein
USA
Proton Drive
5 GB
Ja, standardmäßig
Schweiz
Tresorit
3 GB
Ja, standardmäßig
Schweiz
Dropbox
2 GB
Nein (Standardtarif)
USA
Internxt Drive
1 GB
Ja, standardmäßig
Spanien
Ohne Gratis-Tarif arbeiten die drei deutschen Anbieter luckycloud, STRATO HiDrive und IONOS HiDrive.
Lifetime statt Abo: Wann sich die Einmalzahlung rechnet
Zwei Anbieter verkaufen Speicher gegen eine einmalige Zahlung. Die folgende Tabelle stellt den Einmalpreis dem rechnerischen Monatspreis über 24 Monate gegenüber – so lässt er sich mit den Abo-Tarifen der übrigen Anbieter vergleichen.
Anbieter
Tarif
Speicher
Einmalpreis
Rechnerisch pro Monat (24 Mon.)
pCloud
Premium
500 GB
199,00 €
8,29 €
pCloud
Premium Plus
2 TB
399,00 €
16,62 €
pCloud
Ultra
10 TB
1.190,00 €
49,58 €
Icedrive
Life 500
512 GB
299,00 €
12,46 €
Icedrive
Life 2K
2 TB
479,00 €
19,96 €
Icedrive
Life 10K
10 TB
1.199,00 €
49,96 €
Über zwei Jahre gerechnet ist Lifetime teurer als ein Jahresabo. Der Break-even liegt je nach Tarif bei rund drei bis vier Jahren. Das Risiko bleibt: Stellt der Anbieter den Dienst ein, ist die Einmalzahlung verloren – ein Szenario, das wir bei Filehostern regelmäßig erleben.
Cloud Speicher mit Serverstandort Deutschland
Drei Anbieter im Vergleich betreiben ihre Rechenzentren in Deutschland und unterliegen damit unmittelbar der DSGVO: luckycloud, STRATO HiDrive und IONOS HiDrive. Preislich liegen sie an den beiden Enden des Felds – IONOS ist mit 1,50 € pro Monat für 100 GB der günstigste Einstieg überhaupt, luckycloud der teuerste Anbieter pro Terabyte. Funktional unterscheiden sie sich deutlich: luckycloud bringt Zero-Knowledge-Verschlüsselung und Team-Funktionen mit, die beiden HiDrive-Angebote beschränken sich weitgehend auf Speichern und Teilen und bieten weder Online-Modus noch Backup lokaler Ordner.
STRATO HiDrive speichert in deutschen Rechenzentren
Fazit
Es gibt nicht den einen besten Cloud Speicher, sondern drei sinnvolle Ausgangspunkte. Wer möglichst viel Speicher pro Euro will und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schätzt, fährt mit Sync.com oder MEGA am besten. Wer keine laufenden Kosten möchte, kauft bei pCloud oder Icedrive einen Lifetime-Tarif. Und wer Wert auf deutschen Serverstandort legt, nimmt luckycloud für maximale Sicherheit oder STRATO HiDrive für den günstigen Preis.
Google Drive und OneDrive bleiben trotz fehlender Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eine berechtigte Wahl – nämlich immer dann, wenn mehrere Personen gleichzeitig an denselben Dokumenten arbeiten. Für sensible Daten sollte man sie nicht verwenden.
Alle Preise und Merkmale stammen aus unserer Datenbank und werden regelmäßig überprüft. Angaben ohne Gewähr – maßgeblich ist immer die Preisliste des Anbieters. Wer statt Synchronisierung vor allem Downloadvolumen braucht, findet im Filehoster Vergleich die passenden Dienste.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beim Cloud Speicher?
Bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (auch Zero Knowledge) werden die Dateien bereits auf eurem Gerät verschlüsselt. Der Anbieter speichert nur den Chiffretext und hat selbst keinen Schlüssel – er kann eure Daten also weder lesen noch auf Anfrage herausgeben. Ohne E2E liegen die Daten zwar verschlüsselt auf dem Server, der Schlüssel gehört aber dem Anbieter. In der Datenschutz-Tabelle seht ihr, wer E2E anbietet und bei wem sie standardmäßig aktiv ist.
Welcher Cloud Speicher hat den größten kostenlosen Speicherplatz?
MEGA vergibt mit 20 GB das größte Gratis-Kontingent, gefolgt von Google Drive mit 15 GB – dort teilen sich Drive, Gmail und Google Fotos den Platz allerdings. pCloud und Icedrive liegen bei je 10 GB. Die Spalte „Gratis" in der Vergleichstabelle listet alle Anbieter mit kostenlosem Tarif.
Lohnt sich ein Lifetime-Tarif?
Ein Lifetime-Tarif wird einmalig bezahlt und läuft danach ohne weitere Kosten. pCloud und Icedrive bieten das an. Gerechnet auf 24 Monate ist der Einmalpreis teurer als ein Jahresabo, ab etwa drei bis vier Jahren Nutzung dreht sich das um. Das Risiko: Verschwindet der Anbieter vom Markt, ist die Einmalzahlung weg. Wir weisen Lifetime-Tarife in der Tarifliste jedes Anbieters gesondert aus.
Welcher Cloud Speicher hat Server in Deutschland?
luckycloud, STRATO HiDrive und IONOS HiDrive betreiben ihre Rechenzentren in Deutschland und unterliegen damit direkt der DSGVO. Über den Filter „Unternehmensstandort" schränkt ihr die Liste auf Deutschland, die EU oder die Schweiz ein.
Wie unterscheiden sich Cloud Speicher und Filehoster?
Ein Cloud Speicher ist auf Synchronisierung ausgelegt: Ein Ordner auf eurem Rechner wird laufend mit dem Server und mit anderen Geräten abgeglichen. Ein Filehoster ist auf Verteilung ausgelegt – Dateien werden einmal hochgeladen und per Link weitergegeben, oft mit hohem Downloadvolumen statt großem Speicher.
Wie kommt die Bewertung auf dieser Seite zustande?
Die Sternebewertung wird aus der Datenbank berechnet und nicht redaktionell vergeben. Sie gewichtet Sicherheit und Datenschutz mit 35 Prozent, Funktionen für Sync, Freigabe und Zusammenarbeit mit 30 Prozent, das Preis-Leistungs-Verhältnis mit 20 Prozent und die Plattform-Abdeckung mit 15 Prozent. Innerhalb der Sicherheitswertung zählt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung am stärksten. Die Teilnoten stehen auf jeder Anbieterseite.